churchPhoto by Sofia History Museum
Das älteste Gebäude Sofias aus dem 4. Jahrhundert n. Chr. Diese kleine, aber bemerkenswert gut erhaltene römische Rotunde wurde ursprünglich als Badehaus gebaut und dann zur Kirche umgebaut. Im Inneren finden Sie drei Schichten mittelalterlicher Fresken, die ältesten aus dem 10. Jahrhundert. Von den Überresten des römischen Serdica umgeben, befindet sie sich im Innenhof des Präsidentenpalastes.
Die Georgsrotunde ist eines der bedeutendsten historischen Wahrzeichen Sofias und das am besten erhaltene Gebäude aus der Antike der Stadt. Im 4. Jahrhundert als Teil eines großen öffentlichen Komplexes im sogenannten „Konstantinsviertel" erbaut, steht sie als Zeuge der reichen Geschichte Serdicas–Sredets – einem Ort, an dem sich die Paläste Konstantins des Großen und später des Sebastokrators Kaloyan befanden.
Im Bereich rund um die Rotunde können Besucher Überreste antiker Straßen mit gut erhaltenen römischen Abwassersystemen, die Fundamente einer großen dreischiffigen Basilika – wahrscheinlich ein öffentliches Gebäude – sowie kleinere Strukturen mit unterschiedlichen Funktionen besichtigen. Eine davon weist ein Hypokaust auf, ein antikes Heizsystem, dessen Fliesen noch unter dem erhöhten Boden sichtbar sind. All diese Elemente belegen, dass die Rotunde Teil eines Komplexes von großer Bedeutung für das städtische Leben in der Spätantike war.
Die Rotunde selbst beeindruckt durch ihre architektonische Vollkommenheit und bemerkenswerte Haltbarkeit. Ihre Innenwände bewahren fünf Schichten von Fresken aus verschiedenen historischen Epochen, zusammen mit einer Dekorationsschicht aus der Zeit, als das Gebäude während der osmanischen Herrschaft in eine Moschee umgewandelt wurde. An der östlichen Gewölbedecke ist ein Fresko des Erzengels Michael aus dem 10. Jahrhundert zu sehen, das durch seine Ausdruckskraft und Feinheit bemerkenswert ist – eine lebendige Darstellung der geistlichen Stärke und künstlerischen Tradition des mittelalterlichen Bulgariens.
Nach den Bombardierungen von 1944 wurden rund um die Rotunde Überreste antiker Gebäude freigelegt, was ihre historische Bedeutung und ihre Verbindung zum antiken Serdica weiter unterstreicht. Später unterbrach der großmaßstäbliche Bau des Regierungskomplexes teilweise die visuelle Verbindung zwischen der Rotunde und dem Rest der Stadt, doch sie bleibt ein zentraler Punkt im geistlichen und kulturellen Leben Sofias.
Heute dient die Rotunde als Schutzpatronkirche der Bulgarischen Armee, wo Zeremonien wie die Segnung von Truppenfahnen und andere offizielle Rituale abgehalten werden. Ein Besuch bietet eine einzigartige Möglichkeit, über tausend Jahre Geschichte Sofias zu erleben, die direkte Verbindung zwischen Antike, Mittelalter und Moderne zu bezeugen und die Atmosphäre eines Ortes zu spüren, der seit mehr als einem Jahrtausend überdauert hat.
Die Wachablösung am benachbarten Präsidentenpalast nicht verpassen. Die Fresken im Inneren sind atemberaubend – nach oben schauen!
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